Berliner, The System

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Gambit
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175 Seiten, kartoniert, 1999. Hans Berliner is one of the most successful correspondence chess players of all time, and was utterly dominant in the 5th World Championship. Here, for the first time, he explains the set of principles - The System - that he used to guide him to the right moves. Readers will be astonished by the simplicity and power of Berliner's methods, as he takes several major openings and subjects them to System principles, and finds radically new approaches to them.


Explains in detail the workings of a World Champion's decision-making process
Helps improve your analytical methods
Features thought-provoking analysis of key chess openings

Dr Hans Berliner enjoyed considerable success as an over-the-board player before turning to correspondence chess, and in this form of the game, his systematic approach made him a world-beater. His lifetime score was 94 wins, 1 loss, and 10 draws. After winning the 5th World Championship by a margin of three clear points, he turned his efforts towards computer programming. He first wrote a backgammon program that beat the reigning world champion in 1979, and then he moved on to chess programming. His Hitech program won the World Computer Championship twice and was one of the first programs to score good results against top-level human players. Dr Berliner now lives in Florida.

Weiterführende Links zu "Berliner, The System"

Dieses Buch ist nur äußerst eingeschränkt zu empfehlen.
Der Ansatz des Autors den besten Zug in einer gegebenen Stellung zu finden und zu beweisen, dass Weiß mit 1. d4 zwingend Vorteil erhält ist sehr interessant, aber größtenteils lückenhaft und schlichtweg nicht nachvollziehbar.

So fehlt zum einen ein ernsthafter Versuch etwas gegen Nimzoindisch zu finden, während seine Ausführungen zu Grünfeldindisch bereits scharf angegriffe wurden.

Völlig abwegig ist aber sein Versuch das Sämisch-System als Wiederlegung von Königsindisch darzustellen. Der Verfasser dieser Zeilen möchte sich keineswegs anmaßen mehr von Schach zu verstehen als der überlegenste Fernschachweltmeister aller Zeiten, aber die Begründung für f3 ist schlichtweg nicht nachvollziehbar und insbesondere nicht "System-like", wie auch viele andere Ausführungen.
Seine Darstellung des Begriffs "Chunk" ist schließlich völlig unklar und zumindest für mich nicht verständlich.

Dennoch ist es interessant seinen Ausführungen und es finden sich nützliche Tipps und Empfehlungen. Insgesamt aber kein tolles Werk.

Boris Wolkowski - 2006-04-11 12:44:35

Ein krauses demagogisches Werk !
Eigentlich ist Robert Hübners entlarvender und humorvoller Rezension im ChessBase-Magazin (Abfall-Kolumne) nicht viel hinzuzufügen.
Über Berliners wortreiche und selbstgefällige Behauptungen, in jeder Stellung DEN einzigen richtigen Zug entdeckt und damit das Geheimnis der optimalen Schachtheorie gelöst zu haben, kann man nur den Kopf schütteln.
Steht für mich in einer Reihe mit Autoren wie Gutmayer, Grob oder Opfermann...

Peter Oppitz - 2003-06-27 12:30:41

Ein konsequent rationales Schachsystem

Hans Berliners Buch ´The System´ hebt sich wohltuend ab von der Flut von Schachbüchern, die alle nur Ansammlungen von Varianten darstellen. Berliner setzt einen wissenschaftlich geprägten Ansatz dagegen und versucht, Ordnungsmodelle und Entscheidungsregeln zu finden, mit deren Hilfe die Lösung des Problems vorangebracht werden soll, ein komplexes Spiel mit festgelegten Regeln ohne Zufallseinflüsse zu gewinnen.

Seine beste Referenz ist er selber als erfolgreicher Turnierspieler, Schachprogrammentwickler und vor allem Ex-Fernschach-Weltmeister. Das in diesem Buch vorgestellte System zum Finden des Bestzugs geht in seiner formalen Qualität, Quantifizierung und Nachvollziehbarkeit über alles hinaus, was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe. Wie eine gute wissenschaftliche Theorie macht sich ´The System´ damit allerdings auch überprüfbar und kritisierbar.

Ein wesentlicher Teil des Buches beschäftigt sich in Anwendung des Systems damit, dass Weiß nach 1. d4 und nur danach seinen Anzugsvorteil etwas ausbauen und Schwarz zu Konzessionen zwingen kann. Das logische Pendant, wie man nach 1. e4 seiner Meinung nach mit Schwarz sicher Ausgleich erzielt, fehlt hingegen. Auch nach 1. d4 liegen die Probleme weniger in dem, was er schreibt, als in dem, was er weglässt. So wirkt z. B. seine Behandlung der Nimzo-Indischen-Verteidigung mit 4. Lg5 nicht überzeugend, er gibt allerdings auch zu, dass hier noch Fragen offen sind.

Sicher deckt auch Berliner nicht alle Karten auf, wenn aber mehr große Schachspieler willens und in der Lage wären, Teile ihres Schachwissen in gleicher Weise zu formalisieren, zu dokumentieren und zu veröffentlichen, wäre die wissenschaftliche Behandlung des Schachspiels mit Sicherheit ein gutes Stück weiter. Auf jeden Fall bietet das Buch gute Anregungen für eigene Experimente in dieser Hinsicht.

Stefan Dreier - 2003-06-09 22:59:02
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