Müller/Lamprecht, Fundamental Chess Endings

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Gambit
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21480

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Besprechung von GM Christopher Lutz:
Worum handelt es sich bei diesem Buch Nun, auf stattlichen 416 Seiten umfasst das Buch nicht mehr und nicht weniger als alle wesentlichen Endspieltypen, gespickt mit reichlichen Erläuterungen und Übungsaufgaben. Eine Inhaltsübersicht: Kapitel 1 beschäftigt sich mit den grundlegenden Mattverfahren gegen den blanken König. Kapitel 2 bis 5 befassen sich mit Bauern-, Springer-, Läuferendspielen und dem Endspiel »Läufer gegen Springer«. Auf satten 95 Seiten kommen in Kapitel 6 die für die Praxis wichtigen Turmendspiele zu Wort. In Kapitel 7 werden Endspiele »Turm gegen Leichtfigur« besprochen, in Kapitel 8 Endspiele »Turm und Leichtfigur gegen Turm (+Leichtfigur)« (da letzterer Endspieltyp für die Praxis besonders wichtig ist, hätte ich mir hierzu etwas mehr Beispiele erwünscht). Kapitel 9 beschäftigt sich mit reinen Damenendspielen, Kapitel 10 mit verschiedenen anderen Damenendspielen. Kapitel 11 schließlich beschreibt verschiedene allgemeine Endspielprinzipien (auch hier hätte ich mir etwas mehr Beispiele erwünscht). Das Schlusskapitel enthält 40 weitere Übungsaufgaben, so dass mit den Aufgaben aus den vorangegangenen Kapiteln der Leser sich an insgesamt 177 Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades erproben kann
Mit welchen anderen Endspielbüchern kann man Fundamental Chess Endings vergleichen Nun, sicherlich kann dieses Werk nicht mit so vielen Beispielen aufwarten wie die fünfbändige Enzyklopädie der Schachendspiele aus dem Informator-Verlag und auch die fünf Bände von Awerbach enthalten insgesamt mehr Beispiele. Müller und Lamprecht haben bei der Auswahl ihrer Endspiele vor allem Wert auf Praxisrelevanz gelegt und auch etliche neue Beispiele aus der jüngsten Turnierpraxis angefügt, so dass der Leser nicht mit den immer gleichen Endspielen von Anno Tobak konfrontiert wird. Am ehesten kann Fundamental Chess Endings vom Format her mit Batsford Chess Endings von Speelman/Tisdall/Wade verglichen werden, allerdings fehlen in letzterem Buch Übungsaufgaben und auch die Kapitel 8 und 11 haben keine Entsprechung.
Fazit: Ein wirklich empfehlenswertes Buch, das sowohl als Lehrbuch als auch als Nachschlagewerk benutzen werden kann. Dem Autorengespann Müller/Lamprecht ist nach ihrem Erstlingswerk Secrets of Pawn Endings mit diesem Buch ein weiterer großer Wurf gelungen. Wenn Sie über einfache Englischkenntnisse verfügen, so ist Fundamental Chess Endings das Buch der Wahl.

Weiterführende Links zu "Müller/Lamprecht, Fundamental Chess Endings"

Wer sich bisher mit Awerbach gequält hat und eigentlich nur selten Endspiele trainieren möchte ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Kurz und klar erklären die Autoren, was man über verschiedene Endspieltypen wissen sollte.

Michael Roos - 2003-06-30 17:54:58
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